Warnung: Diese Kurzgeschichte enthält Szenen, die auf einige Leser beunruhigend wirken könnten. Mehr zu unseren Warnungen sowie wann und weshalb wir sie anwenden, erfahrt ihr in unseren FAQ.
Eine unsichtbare Hand langt in meinen Schädel, der Daumen verkeilt sich in meiner Augenhöhle, presst mit aller Kraft nach außen. Mir ist, als könnte ich den Knochen reißen hören. Hinter meinem Brustbein schwappt säurehaltige Lava, sie wabert hoch und ich beuge mich gerade noch rechtzeitig über den Kübel, bevor die Kotze aus mir strömt. Ein blendendes Feuerwerk begleitet den immensen Druck, kurz glaube ich, mein Hirn sei […] Weiterlesen
Dies ist eine Bonus-Story, ein Dankeschön für unsere
Im Tollhaus glich ein Tag dem anderen, Wochen verschmolzen zu einem zähflüssigen Einheitsbrei. Ada hockte seit einer Weile im Hofgarten, der Winter prasselte tröpfchenweise auf sie herab, ihr Spiegelbild waberte in einer Pfütze, daneben lag ein Tannenzapfen, der sie an den den uralten Nadelbaum neben dem Bahnhof denken ließ. Sie war schon seit Jahren nicht mehr in der Ortschaft, wo der Fluss in die See mündete, gewesen. Zu kaputt sei sie, etwas war mit ihr schiefgelaufen, ein Rädchen im Getriebe zerbrochen. Seufzend hob sie den Zapfen auf, zwirbelte ihn am Stiel
„Sind alle da?“, fragte Eberhard Schulz tippte ein wenig verloren auf dem Tablet herum. Aus den Reihen seiner Arbeiter tönte jemand: „Ich glaube, ja.“ Es war eine ganze Weile her, seit er als Schichtleiter seine Runden durch die Fabrikationsstätte gemacht hatte – es half ja nichts, wenn alle krank waren, packte halt der Firmenchef höchstpersönlich mit an.
„Ich habe eine vertrackte Kunstblockade“, klönte Klara Kleber. „Es ist zum Kleister kauen!“
Thomas kroch hektisch über den Teppich, drängte sich in die Nische hinter dem Dachbalken, wo er sich als Kind oft versteckt hatte, und zog die Knie unters Kinn. Es fiel ihm schwer sich zu kontrollieren, er schnaufte gepresst, kalter Schweiß rann über seine Stirn, verfing sich in seinen Brauen. Die Panik hatte von ihm Besitz ergriffen, ihm war, als müsste er ertrinken. Was er eben erlebt hatte, spottete jeder Beschreibung. Er war in einen dieser Alpträume geraten, in denen sich seine Schreie in einen Strick verwandelten, seine Kehle zuschnüren. Doch er schlief nicht, unmöglich
„Willkommen in meinem Palast“, säuselte sie zwischen zwei Küssen, als sie eng aneinander geschlungen durch die Eingangstür im siebten Stock taumelten. Sie hatte ihn eine knappe Viertelstunde nach ihrer Ankunft im Club Chase entdeckt. Hershel war jünger als sie, ein ordentliches Stück sogar, hatte tiefliegende, große Augen und einen vornehmen Teint. Niedlich war er, ein bisschen scheu. Genau das, was sie heute Abend gesucht hatte. Nach dem Desaster vom letzten Mal war Diana nach einer schnellen Nummer, sie wollte ohne viel Anstrengung auf ihre
Dies ist der 4. und letzte Teil der Fortsetzungsgeschichte „
Dies ist der 2. Teil der Fortsetzungsgeschichte „
„Hallo, hier ist Julia“, begann sie, sobald der Anruf in der Zentrale angenommen wurde. „Mein Opa braucht dringend Hilfe!“ Die Hand, mit der sie das Telefon ans Ohr hielt, zitterte. Aufgebracht marschierte sie auf der Treppe auf und ab, vom Eingang zur Wohnung, zum Durchgang zum Nachbarhaus, das in den Siebzigern angebaut worden war. Bei sich trug sie die Tageszeitung, die auf seinem Bauch gelegen hatte. Sie hatte schon lange damit gerechnet, sogar mit ihm darüber gesprochen, sich vorbereitet und geübt, was zu tun ist. Trotzdem fiel es der jungen Enkelin schwer, sich an