Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Rückwärts
Der Fensterladen hielt meinem immer schwächer werdenden Körper stand und ich wurde ohnmächtig. „Keine Angst Schatz“, habe ich wenige Augenblicke zuvor gesagt, „wir werden schon hier rauskommen.“ Ich positionierte Sina in einem Anflug von mechanischer Rationalität in die stabile Seitenlage, nachdem ich bemerkt hatte, dass sie bewusstlos auf dem Teppich lag. Panisch schlug ich mit beiden Händen gegen den Fensterladen, doch egal […] Weiterlesen
„Wir müssen weiter“, sagte Gerhard überzeugt und sah sich in der chaotischen Vorratskammer um, die zum Lager der kleinen Gruppe umfunktioniert worden war. „Wir können nicht ewig hierbleiben.“
„Nein“, sagte er mit einer Überzeugung, die ihn von allen Anwesenden wohl am meisten überrascht hatte und sah zu, wie seine geliebte Gattin einige Male irritiert blinzelte. „Wie ‚Nein‘?“, wollte diese dann doch noch wissen und die Zornesfalte zwischen ihren Augenbrauen wurde immer tiefer, bis sie schließlich ihre Hände auf die Hüften stemmte und fortfuhr: „Was soll das heißen, nein?“
20:11: Verpasster Anruf von Marie.
Der Regen peitschte gegen die dicken Gläser des Wintergartens, während ich einen Schluck von meinem nach Kräutern duftenden Rum-Tee nahm und mich dann wieder auf dem mit Decken ausgelegten Liegestuhl zurücklehnte. Dieser herbstliche Sturm schien besonders heftig zu sein, jedenfalls konnte ich trotz der Spiegelungen im Glas und der draußen herrschenden Dunkelheit erkennen, wie die Fichten im nahen Wald stark wankten, sich hin- und herbewegten wie wenn sie von Geisterhand geschüttelt würden.
„Sei schon still, du blödes Arschloch“, murrte Kevin ungehalten. Ich schwieg – wie immer. „Echt, Mensch, eines Tages…“ Er führte den Satz nicht zu Ende und schnaufte laut und hörbar entnervt, als wir über die knarrenden Dielen in das edel eingerichtete Nähzimmer traten. Einfach alles wirkte barock, von den ausladenden Sesseln bis hin zu dem Stuck an der Decke. Callum schien den unterdrückten Ausbruch seines Kollegen entweder nicht gehört zu haben oder gar nicht erst ernst zu nehmen, denn er wuselte ziellos und fröhlich
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Warnung: Das in dieser Kurzgeschichte dargestellte Gedankengut könnte auf einige Leser beleidigend wirken. Mehr zu unseren Warnungen sowie wann und weshalb wir sie anwenden, erfahrt ihr in unseren