Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Langsam rollte das gelbe Taxi die letzten Inches und kam zum Stehen. Der Mann mit dem Sofakissen, das noch in der Plastikfolie einer chemischen Reinigung eigewickelt war, bezahlte, verließ den Wagen und verschwand dann mit seiner Fracht in einem der Sandsteinhäuser.
Ich lehnte mich zurück, nahm einen tiefen Atemzug und schaltete das Licht auf dem Dach aus. Es war mitten in der Nacht und der Regen prasselte auf […] Weiterlesen
Dario saß auf dem Grat des Ziegeldachs, seine Füße hatte er auf der Südseite abgestellt, während er genüsslich die Frühlingssonne genoss und ab und an einen herzhaften Bissen von seinem Wurstbrot nahm. Fred, sein Lehrling, hatte sich an einer der wenigen Stellen, an denen noch nicht allzu viel Moos auf den alten Ziegeln wuchs, ausgestreckt, die Augen geschlossen und schien vor sich hin zu träumen. Nachdenklich betrachtete Dario den jungen Mann und fragte sich, ob er in seiner Jugend auch so gelassen und
Fortsetzung und Schluss zu: „
Addison stolperte beinahe als sie über die Schwelle ins Teehaus trat. „Scheiße“, zischte sie durch ihre zusammengebissenen Zähne und hielt sich im letzten Augenblick am Türrahmen fest. Der auf dem Boden herumliegende Mörtel und die umgekippten Stühle machten ihren Gang durch das Lokal zu einem Hindernisparcours, der dank ihrem verletzten Bein auch nicht einfacher zu bewältigen war. Connor, der keinen Meter hinter ihr herging, fragte beunruhigt: „Alles okay?“
Ich stöhnte und versuchte, den unflätigen Fluch zu unterdrücken, der mir auf den Lippen lag und um jeden Preis heraus zu wollen schien. „Verfluchte Sch…“ ich unterbrach mich und fügte schließlich halbherzig und grammatisch inkorrekt hinzu: „… Tag.“ Beinahe hätte ich selbst über mich gelacht, da in meinem Kopf der Wutausbruch wesentlich schlimmer und dreckiger und viel weniger unbeholfen geklungen hatte, genau wie bei einem Kind, das sich im letzten Augenblick schämte, etwas Wüstes
Das Büro des diensthabenden Oberarztes der Urologie sah aus wie immer: Das kalte Licht der Deckenlampen tauchte den im Stil der siebziger Jahre gehaltenen Raum in eine grelle, harte Stimmung. Carl seufzte etwas zu melodramatisch, schlurfte müde durch den Raum und ließ sich auf seinen Schreibtischsessel fallen. „Was für ein Tag“, murrte er, bevor er einen Schluck aus der Wasserflasche nahm, die auf der Tischplatte gestanden hatte. Er war schon sehr lange wach und die letzten Tage waren mehr als
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Siri hatte zwar die nächste Bar gefunden, doch damit, was danach geschehen war, hätte die perfekt modulierte Stimme aus dem Handy wohl nicht gerechnet. Nun ja, wie hätte sie auch sollen, immerhin war sie keine echte Person, sondern Teil eines Computerprogramm, das sich die halbe Zeit darüber beschwerte, einen nicht verstehen zu können. Mira dagegen war sehr real, doch nicht minder verständnislos. In ihrem Kopf brummte es, wie der Motor eines Lastwagens, und jedes Geräusch wirkte, als wäre es dumpf und sehr, sehr
Der Hinterhalt kam unerwartet. Gerade eben hatte Jess noch ihre Hände mit Desinfektionsmittel eingerieben und müde in den unglaublich zerkratzen Spiegel des kleinen Toilettenräumchens gestarrt, dann war ohne Vorwarnung das Licht erloschen und jemand hatte sie von hinten gepackt. Sie konnte die kräftigen Arme schmerzhaft fühlen, die sie umfassten und hochzuheben versuchten und kämpfte nicht nur verzweifelt gegen den festen Griff, sondern auch gegen die in ihr aufkeimende Panik an. Innert