Dies ist der 4. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Hoffe auf das Beste, aber bereite dich auf das Schlimmste vor“.
Bisher hatte sich niemand von ihnen die Zeit dazu genommen über das Warum nachzudenken; Alles war so unerwartet passiert und hatte über Nacht die Parameter des Lebens derart auf den Kopf gestellt, dass diese eigentlich so offensichtliche Frage schlichtweg nie angesprochen worden war. Doch nun, nach beinahe einem viertel Jahr, gab es in Tess‘ Kopf keinen anderen Gedanken mehr. […] Weiterlesen
„Jep – da stehen wir“, murmelte Karen so, dass nur Jeff es hören konnte. Eigentlich hätte der Kommentar trocken klingen sollen, doch sie war sich alles andere als überzeugt, dass ihr dies gelungen war, zu heiser und unsicher schien sie ihre Stimme im eigenen Kopf zu hören, wie ein Echo ihrer selbst. Sie machte einen weiteren Schritt auf dem geradezu lächerlich flauschigen Roten Teppich, der für ihre ungewohnt hohen Bleistiftabsätze alles andere als geeignet war und versuchte, sich dabei
„… nein, alles in Ordnung. Wir sehen uns dann später?“ Ein leises Knacken war in der Leitung zu hören, bevor ihre beste Freundin kichernd antwortete und sie damit auch zum Lächeln brachte. Wann immer sie mit Sarah sprach, fühlte sie sich gleich besser, sogar wenn diese sie dreckig auslachte, weil sie sich erneut den kleinen Zeh an der Schranktür gestoßen hatte.
20:11: Verpasster Anruf von Marie.
Die Ampel war nun sicher seit vier Minuten rot, als Heinrich sich etwas irritiert am Kinn kratzte und sich fragte, ob er die nächste Grünphase überhaupt noch erleben würde, während im hinteren Teil der Stretchlimousine die Mädels wieder loskreischten. Vermutlich hatte eine der vier Partygängerinnen wieder einen versauten Witz gemacht, den er sowieso nicht hören wollte und die anderen damit zum Herumbrüllen und Rumspringen angestiftet. So lief es schon, seit er die jungen Damen und
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Jake saß am Ufer des kleinen Flüsschens und starrte gedankenverloren auf den Horizont, hinter dem eben die Sonne untergegangen war und sich der wolkenlose Himmel nun von Gelb ins Dunkelblaue zu färben begann. Er nestelte ungeschickt an seiner Jacke herum und kramte schließlich mehr automatisch denn bewusst eine Zigarettenschachtel aus der Tasche, während sein Blick weiter stoisch auf die leicht hügelige Landschaft fixiert war und seine Gedanken ganz anderswo zu sein schienen.
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Kassandra mochte es, lange zu baden. Wenn sie ehrlich zu sich sein sollte, lag sie manchmal so lange in der Badewanne, dass ihre Finger und Zehen so verschrumpelten, dass sie die Linien ihrer Fingerabdrücke selbst nicht mehr wirklich hätte erkennen können. „Der ideale Zeitpunkt, ein Verbrechen zu begehen“, murmelte sie, bis ihr die sich ablösenden Häutchen einfielen, die man nach dem Baden immer hatte. „Vielleicht doch nicht“, fügte sie abwesend hinzu. Nicht, dass sie vorgehabt hätte, jemanden
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