Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Dort wo die beschädigte Gräte ersetzt worden war, waren die feinen Stickereien des Korsetts etwas unbeholfen vernäht. Ich konnte das zwar nur entdecken, wenn ich direkt neben dem Feuer saß und ganz genau hinschaute, doch die Herrin beteuerte, dass sie das edle Kleidungsstück nun nicht mehr würde tragen können und so hatte sie mir geheißen, es zu verbrennen. Ich hatte mich in den letzten Jahren als Zofe an so einiges gewöhnen müssen, doch […] Weiterlesen
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Dies ist der 2. Teil der Fortsetzungsgeschichte „
Die jazzigen Klänge einer Interpretation des Klassikers „Killing me Softly“ hallten durch das vom Dunst leicht getrübte Fumoir, als Elias einen Schritt auf die bordeauxroten Sessel zu machte und sich eine Zigarette ansteckte. Den Regenschirm und den triefenden Trenchcoat hatte er bereits beim Eingang des aus einem großzügigen Wintergarten umgebauten Raucherraums abgelegt und seine Schuhsohlen hatte er sorgfältig auf Vorlegeteppich trockengerieben. Auch wenn der Regen in der
Dies ist der 1. Teil der Fortsetzungsgeschichte „
Abwesend ließ ich meinen Blick durch das dürftig besetzte Restaurant schweifen, als der Kellner meine letzten Teller abräumte und ich meinen Espresso bestellte. Der Regen prasselte gegen die bodentiefen Fenster, die mit Zimmerpflanzen verstellt worden waren, wohl damit die Gäste nicht wie Reptilien in einem Terrarium ausgestellt waren. Doch das Grünzeug gab mir kein besseres Gefühl bei der Sache, denn wie jeder Zoobesucher wusste, gab es auch begrünte Terrarien und eine Ausstellungen von dinierenden
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„Sei schon still, du blödes Arschloch“, murrte Kevin ungehalten. Ich schwieg – wie immer. „Echt, Mensch, eines Tages…“ Er führte den Satz nicht zu Ende und schnaufte laut und hörbar entnervt, als wir über die knarrenden Dielen in das edel eingerichtete Nähzimmer traten. Einfach alles wirkte barock, von den ausladenden Sesseln bis hin zu dem Stuck an der Decke. Callum schien den unterdrückten Ausbruch seines Kollegen entweder nicht gehört zu haben oder gar nicht erst ernst zu nehmen, denn er wuselte ziellos und fröhlich
Isaac kauerte im steinigen Flussbett und trank gierig aus dem glasklaren Rinnsal in dessen Mitte. Es war lange her, seitdem er sich zum letzten Mal so sicher gefühlt hatte und so legte er sich, ausgemergelt und geschwächt, auf den losen Schotter, blickte in den klaren Sternenhimmel und erlaubte sich, tief und erlöst durchzuatmen. Hinter ihm rauschte der breite Fluss, in welchen der Bach führte und das Kloster brannte, es brannte lichterloh.
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