Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Stefans Bartstoppeln juckten, er kratzte sich mit einem übellaunigen Seufzen am Kinn. Die Jugend musste wahrlich das komplizierteste Alter sein! Er kraxelte die alte, von jungen Trauerweiden bewachsene Trockenmauer hinab, landete mit seinen ausgelatschten Turnschuhen auf den Steinen, er war am Fluss angelangt. Jetzt im Frühling führte dieser besonders viel Wasser, trotzdem fand er eine kleine Steininsel am Rand, auf der er sich niederlassen konnte. Gelangweilt lehnte er sich […] Weiterlesen
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Vier Uhr dreißig. Es ist kalt in der Halle E4 und Emma friert erbärmlich, trotz dem dicken Faserpelzpullover. Es stört sie nicht, genauso wie es sie stört. Seit Jahren fühlt sie sich hoffnungslos. Es ist nicht die Art von Hoffnungslosigkeit, die schmerzvoll schreit, auch nicht die leise, welche stumm und alleine leidet. Emmas Hoffnungslosigkeit ist zu einem unbegehbaren, intrinsischen Teil ihrer selbst gewachsen, sie ist weder versteckt, noch komplett sichtbar. Anders als die ausgestorbene Halle E4 ist Emmas Depression nicht kalt auch
Ralf lehnte mit seinem schmalen Rücken und angezogenen Beinen an den nach Großmutters Mottenkugeln duftenden Mantel, der schon seit Jahren nicht mehr getragen wurde. Angespannt starrte der Junge auf den einzelnen, warmen Lichtstrahl einer Glühbirne, der durch den schmalen Spalt fiel, da wo die Tür nicht ganz abdichtete. Normalerweise gefiel es ihm, sich in dem Kämmerchen zu verstecken, sei es, weil er spät aufblieb, um zu lesen oder weil Mami und Papi sich mal wieder stritten. Ralf mochte es
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„Nein, Papa, ich bin schon da“, versuchte Luana ihren überfürsorglichen Vater abzuwimmeln, der sie sowie ihre Schwester trotz gehöriger Skepsis seitens seiner Familie alleine aufgezogen hatte – sehr gut, wie man hier anmerken könnte. „Ach was, es war ja nicht weit“, beruhigte sie seine Sorge, der kurze Fußmarsch von ihrer Stadtwohnung zur Notfallapotheke wäre für eine Vierundzwanzigjährige mit akutem Migräneanfall eine Zumutung gewesen. „Werde ich machen, ich versprech‘s dir.“ Sie trug eine
Frühling, ja es war Frühling und Noa hockte auf einem Friedhof. Hier verbrachte sie hauptsächlich ihre Freizeit. Es war der einzige Ort an dem sie mal Ruhe vor allen hatte und sich zurücklehnen konnte, ohne dass ihr Smartphone sie störte, da sie es immer, wenn sie sich auf dem Friedhof versteckte, ausschaltet.