Dies ist der 3. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Vier Jahre“.
„Glaubst du, das war eine gute Idee?” Kathrins Augen springen immer wieder von Mika und Anton zu mir. Sie denkt wohl, ich könne sie über das fröhliche Gemurmel der umstehenden Leute nicht hören. Sie irrt sich, schließlich ist ihre Stimme dermaßen gellend hell, sodass man sie selbst durch einen Hurrikane ausmachen könnte. Über mich selbst verwundert, schüttle ich den Kopf. Seit wann bin ich so garstig? Das ist mir […] Weiterlesen
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Das Gemälde hing seit ihrer Kindheit an derselben, von Fliegenkot gepunkteten, holzgetäfelten Wand. Trotzdem musste Mara es jedes Mal für eine gefühlte Ewigkeit ansehen, wenn sie ihren Urlaub in der Berghütte ihrer Familie verbrachte, von der sie das letzte noch lebende Mitglied war. Da wanderte sie durch den Wald, über Wiesen und entlang der kühlenden Bergbäche, um der Hitze der Stadt mit ihren verschwitzten Menschenmengen zu entkommen, nur um dann auf ein Bild im Wohnzimmer zu starren. Die Ölfarbe wies längst Altersrisse
Die Geschwister Bernhard Haus und Helga Boot hatten vor einigen Jahren die Firma ihres Vaters, eine Hausbootvermietung, übernommen. Sie änderten den Firmennamen zu HausBoot GmbH und unterzeichneten minderwichtige Dokumente mit HB GmbH (BH GmbH wäre für eine Bootsvermietung wohl zu anzüglich, wenn nicht sogar ein kleinwenig frivol gewesen).
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Ralf lehnte mit seinem schmalen Rücken und angezogenen Beinen an den nach Großmutters Mottenkugeln duftenden Mantel, der schon seit Jahren nicht mehr getragen wurde. Angespannt starrte der Junge auf den einzelnen, warmen Lichtstrahl einer Glühbirne, der durch den schmalen Spalt fiel, da wo die Tür nicht ganz abdichtete. Normalerweise gefiel es ihm, sich in dem Kämmerchen zu verstecken, sei es, weil er spät aufblieb, um zu lesen oder weil Mami und Papi sich mal wieder stritten. Ralf mochte es
Die Steigung war sanft genug, dass selbst das Rentnerehepaar vor ihnen keine große Mühe damit hatte, dicht auf den Fersen ihrer beiden Enkelkinder zu bleiben. Diese tobten auf dem Weg nach oben und hielten nur hier und da inne, um Seifenblasen in die glasklare Abendluft zu pusten. Es wehte kein Wind und die Sonne kroch gemächlich dem Horizont entgegen. Noch glühte der Himmel nicht in Orange und der Felsen reflektiere in fahlem Braun, auf dem das grelle Grün ihrer Wanderschuhe fremdartig wirkte.
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„Sie ist brillant, nicht wahr?”, fragt er mich ohne eine Antwort zu erwarten, dreht sich einmal mit ausgestreckten Armen um die eigene Achse und murmelt: „So sexy!“