Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
„Archie, du verdammtes Greenhorn“, murmelte John, während er sich fahrig eine Kippe anzündete und sich auf dem Parkplatz der Autobahnraststätte umblickte. „Ruhe in Frieden.“
„Er wollte ja unbedingt dabei sein“, kommentierte Selma trocken und lehnte sich an den Laternenpfahl neben ihm. Es stank nach Abgasen und der Nieselregen aus dem nebligen Himmel vermochte die Stimmung auch nicht zu bessern. John wandte sich ihr zu und entgegnete gereizt: „Schon, aber […] Weiterlesen
Es duftete stark nach dem Fondue, das wir gerade aßen und wie immer dudelte aus dem Radio die gleiche veraltete Musik, die im ersten öffentlich-rechtlichen Sender andauernd gespielt wurde. Der Schnee lag wohl etwa einen Meter hoch vor dem Chalet und ich konnte die makellos weiße Fläche, die wegen der vielen fallenden Flocken noch immer anwuchs, trotz der Dunkelheit noch durch das Küchenfenster erkennen. Wie jeden – und wirklich jeden – Winter verbrachten wir unsere Skiferien-Woche in
In dem Speisewagen des Simplon-Orient-Express herrschte beinahe völlige Dunkelheit, bloß eine schwache Nachtbeleuchtung erhellte den elegant gestalteten Innenraum. Auf den Fenstern hatten sich Eiskristalle gebildet, welche schon einen Großteil der Scheiben bedeckte – es war eine bitterkalte Februarnacht, doch wenigstens war es im Innern des Zuges warm. Der Orient-Express hatte Triest schon vor längerer Zeit verlassen und fuhr nun durch Italien auf das Simplonmassiv zu, bevor er in
Du stehst in der leeren und kaum beleuchteten Kletterhalle, mitten in dieser lauen Sommernacht, während der Mond nur selten zwischen den Wolken auftaucht, um sein Licht für einige Augenblicke durch die Oberlichter fallen zu lassen. Ein minutiös aufgeräumter und gereinigter Raum, vorbereitet für die Sportler und Familien mit Kindern, die sich jeweils am Tag hier tummeln. Behutsam, ja schon beinahe bedächtig, legst du deine elegante Brille zur Seite, einerseits damit sie dich beim Klettern nicht behindert,
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Der Mond stand als große gelbliche Scheibe am Himmel und sein diffuses Licht, das lange Schatten warf, fiel in den Hausflur, der zu dieser Nachtzeit verlassen dalag. Während ich Sandras zierliche Umrisse dabei beobachtete, wie sie mit dem improvisierten Dietrich hantierte, überkam mich wieder das bekannte Kribbeln im Mund. Ich musste den Impuls, laut loszulachen, mit aller Kraft unterdrücken, als mir der Gedanken durch den Kopf zuckte, dass ich mich wieder ganz wie ein Teenie fühlte. Nein, diese Zeiten waren
Das alte Turboprop-Passagierflugzeug gab nicht sonderlich vertrauenserweckende Geräusche von sich, während es mit laut brummenden Propellermaschinen ruckelnd über die Einöde der russischen Tundra flog. Yelena war die langweilige Strecke schon einige Male geflogen und hatte sich mittlerweile derart an die Macken der antik anmutenden Luftflotte gewöhnt, welche diese Strecke bediente, dass sie sich davon nicht mehr aus der Ruhe bringen ließ. Entspannt saß sie auf dem
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Das Empire State Building erhob sich majestätisch im Smog der Großstadt, als Carol den Platz vor dem Gebäude überquerte und entlang der Fassade nach oben blickte. Stockwerk über Stockwerk türmte sich das Hochhaus nur wenige Meter vor ihr gen Himmel, so als würde es nach den Nebelschwaden greifen, in welchen seine Spitze verschwand. Sie musste sich nach hinten lehnen, um ganz nach oben sehen zu können, oder zumindest so weit, wie sie durch die weißgraue Suppe über ihr etwas erspähen konnte. Sie seufzte zufrieden, als sie sich dem Eingang zuwandte und den letzten Schluck aus